Hochzeit

Ehegelübde schreiben

Freie Trauung, der Redner nickt dir zu, du ziehst eine Karte aus der Jackentasche. Die nächsten 60 Sekunden gehören nur euch beiden, und genau das macht sie so schwer zu schreiben. eloqole hilft dir, aus deinen Gedanken Versprechen zu formen, die du an eurem zehnten Hochzeitstag noch unterschreiben würdest.

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Worauf es beim Ehegelübde ankommt

Versprich Dinge, die man im Alltag wiedererkennt. „Ich werde dich immer lieben” hat jeder Gast schon in zwanzig Filmen gehört. „Ich verspreche, sonntags die erste Stunde mit dir im Bett zu bleiben, auch wenn mein Handy blinkt” gehört nur euch. Zwei oder drei solcher Versprechen bilden das Gerüst, an dem alles andere hängt.

Eine Minute reicht, wirklich. 120 Wörter, langsam gesprochen, mit Pausen. Der Moment vor dem Traubogen verstärkt jedes Wort von allein, du brauchst keine Menge. Streich beim Überarbeiten jeden Satz, der auch in einem fremden Gelübde stehen könnte, und behalte, was ohne euren Namen darüber niemand zuordnen würde.

Schreib für eine zitternde Stimme. Kurze Hauptsätze überleben Aufregung, verschachtelte Konstruktionen brechen. Lies den Text dreimal laut, einmal davon bewusst zu schnell, so wie du unter Nerven sprechen wirst. Wo du stolperst, kürzt du. Die Karte in deiner Hand darf groß gedruckt sein, sechs Zeilen pro Seite.

Das letzte Versprechen wiegt am schwersten. Ordne deine Zusagen so, dass die größte am Ende steht. Vom Kaffee am Morgen über das Zuhören nach harten Arbeitstagen bis zu dem einen Satz, der alles zusammenfasst. Nach diesem Satz kommt nichts mehr, kein Nachklapp, kein Witz. Dann gehört der Moment euch.

So entsteht deine Rede mit eloqole

Du erzählst eloqole, wie ihr euch kennengelernt habt, was dich an deinem Partner hält und welche Alltagsmomente euch ausmachen. Daraus entstehen Vorschläge für konkrete Versprechen, die du auswählst und anpasst. Den fertigen Text bekommst du in Vortragslänge, mit Pausenzeichen, und kannst ihn im Teleprompter so lange üben, bis er auch mit weichen Knien funktioniert.

1

Erzählen

Stichworte, Namen, Momente — eloqole fragt gezielt nach, ungeordnet genügt.

2

Formen

Ton und Sprechzeit wählen. Die Gliederung stellst du um, bis sie passt.

3

Auftreten

Die fertige Rede lesen, verfeinern und im Teleprompter üben, bis sie sitzt.

Häufige Fragen

+Wie lang sollte ein Ehegelübde sein?

60 bis 90 Sekunden, etwa 120 bis 150 Wörter. Ihr steht euch gegenüber, der ganze Saal schaut zu — nach zwei Minuten wird der Moment schwer zu halten. Kurz und dicht schlägt lang und vollständig.

+Sollten wir unsere Gelübde vorher austauschen?

Den Inhalt besser nicht, die Überraschung ist Teil des Moments. Sprecht aber Länge und Tonlage ab. Wenn ein Gelübde 30 Sekunden dauert und humorvoll ist, das andere drei Minuten und unter Tränen, entsteht eine Schieflage, die beide spüren.

+Was gehört in ein gutes Ehegelübde?

Konkrete Versprechen, die zu eurem Alltag passen. „Ich verspreche, dir Kaffee zu kochen, obwohl ich keinen trinke“ bleibt hängen. Dazu ein Satz darüber, was dieser Mensch in deinem Leben verändert hat, und einer über die Zukunft.

+Darf im Gelübde Humor vorkommen?

Ein Lacher tut dem Moment gut, gerade weil alle mit Taschentüchern dasitzen. Bewährt ist die Mischung — ein augenzwinkerndes Versprechen zwischen zwei ernsten. Reine Comedy trägt an dieser Stelle allerdings selten.

+Frei sprechen oder ablesen?

Ablesen, von einer schönen Karte. In diesem Moment zittern selbst geübten Rednern die Hände, und niemand erwartet hier eine freie Rede. eloqole formatiert dir den Text auf Wunsch als kompakte Vortragskarte.

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Dein erster Entwurf wartet

Beantworte ein paar Fragen und lies deinen ersten Entwurf in wenigen Minuten. Bearbeiten, verfeinern, üben — bis er nach dir klingt.

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