Worauf es bei der Rede der Trauzeugin ankommt
Erzähl von ihr, bevor er kam. Du kennst die Version der Braut, die die halbe Hochzeitsgesellschaft nie erlebt hat: die Studentin, die um zwei Uhr nachts Nudeln mit Ketchup gekocht hat, die Kollegin aus dem ersten Job, die Freundin, die bei jedem Umzug den schwersten Karton nahm. Zwei Sätze aus dieser Zeit geben dem Saal ein Bild, das kein anderer Redner liefern kann.
Zeig den Moment, in dem du es wusstest. Irgendwann gab es ein Zeichen, dass dieser Mann bleibt. Vielleicht hat sie nach dem dritten Date seinen Namen in euren Gruppenchat geschrieben, mit drei Herzen, obwohl sie Emojis hasst. Vielleicht hat sie zum ersten Mal einen Mädelsabend abgesagt und du warst kein bisschen sauer. Dieser eine Moment trägt die halbe Rede.
Sprich sie zwischendurch direkt an. Der Wechsel von „Lena hat damals” zu „Lena, weißt du noch” verändert die Stimmung im Raum sofort. Die Gäste werden Zeugen eines Gesprächs zwischen zwei Freundinnen. Setz das ein- bis zweimal ein, an den emotionalen Stellen, dann wirkt es. Bei jedem Satz genutzt, nutzt es sich ab.
Plane die Tränen ein. Viele Trauzeuginnen kommen bis zur Hälfte und dann bricht die Stimme. Das ist kein Unfall, das ist absehbar. Schreib die berührendste Passage ans Ende, halt eine Karte mit Stichworten in der Hand und leg vor dem kritischen Satz eine Pause ein, in der du sie einfach ansiehst. Der Saal wartet gern.
So entsteht deine Rede mit eloqole
Du beantwortest Fragen zu eurer Freundschaft, zur Braut und zum Ton, den du treffen willst. eloqole baut daraus eine Gliederung mit deinen Geschichten an den richtigen Stellen und schreibt die Rede dann komplett aus, auf die Minute deiner Sprechzeit. Einzelne Passagen formulierst du um, bis sie nach dir klingen, und übst dann im Teleprompter.