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Verkaufspräsentation schreiben

Dienstag, 14 Uhr, du hast 20 Minuten beim Kunden, danach kommt der Wettbewerber rein. Die Einkäuferin hat deine Preisliste schon gesehen, der IT-Leiter ist skeptisch, die Geschäftsführerin entscheidet. eloqole strukturiert deine Verkaufspräsentation so, dass jeder der drei am Ende weiß, warum es sich lohnt.

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Was eine Verkaufspräsentation ist

Eine Verkaufspräsentation ist ein strukturierter Auftritt vor potenziellen Kunden, der aus Interesse eine Entscheidung machen soll: Kauf, Pilotprojekt oder verbindlicher Folgetermin. Sie dauert meist 15 bis 30 Minuten, läuft oft mit Folien und richtet sich an mehrere Personen mit unterschiedlichen Interessen — Fachbereich, Einkauf, Geschäftsführung.

Die Abgrenzung nach unten: Der Sales Pitch ist die Kurzform, die einen Termin erzeugt — am Telefon, auf der Messe, als Elevator Pitch im Aufzug. Die Verkaufspräsentation ist das, was in diesem Termin passiert. Sie steht mitten im Verkaufsprozess: Vorher wurde qualifiziert, nachher wird verhandelt. Genau deshalb ist ihr realistisches Ziel die klare Zusage für den nächsten Schritt — die Unterschrift im Raum bleibt die Ausnahme.

Der Aufbau: fünf Schritte vom Problem zum nächsten Schritt

Eine erfolgreiche Verkaufspräsentation folgt einer Dramaturgie, die den Kunden ins Zentrum stellt:

1. Das Problem des Kunden. Steig bei seiner Baustelle ein — die Retourenquote, die manuelle Excel-Liste, die drei Systeme, die nicht miteinander reden. Wer sein Problem präzise beschrieben hört, hört weiter zu. Das setzt Recherche voraus: Zahlen aus dem Erstgespräch, aus dem Geschäftsbericht, aus der Branche.

2. Deine Lösung. Dein Produkt oder deine Dienstleistung, erklärt entlang seines Problems. Zeig den Weg von seinem Ist-Zustand zum Soll-Zustand, keine Featureliste.

3. Der Beleg. Eine Fallstudie mit einem vergleichbaren Kunden untermauert jede Behauptung besser als ein Superlativ: Ausgangslage, Maßnahme, Ergebnis in Zahlen. Referenzlogos wirken nur, wenn die Branche passt.

4. Die Preis-Nutzen-Rechnung. Nimm die Preisfrage vorweg. Stell den Kosten eine Rechnung gegenüber, die der Kunde am Tisch nachrechnen kann: eingesparte Stunden pro Woche mal Stundensatz mal 52.

5. Der nächste Schritt. Formuliere am Ende der Präsentation ein Angebot, zu dem man leicht Ja sagt: vierwöchiges Pilotprojekt in einer Abteilung, Testzugang bis Monatsende, Folgetermin mit der Fachabteilung nächsten Donnerstag. Ein Datum im Schlusssatz erhöht die Chance auf den zweiten Termin messbar.

Die richtige Länge: kürzer als dein Slot

Plane deine Redezeit auf die Hälfte des Termins. Bei 30 Minuten präsentierst du 15, bei 60 höchstens 25 — der Rest gehört dem Gespräch, denn dort wird verkauft. Als Prüfraster für die Foliendichte taugt die 10/20/30-Regel: 10 Folien, 20 Minuten, 30 Punkt Schrift. Und rechne mit dem Gegenteil von Pünktlichkeit: Wenn die Geschäftsführerin nach 10 Minuten rausmuss, brauchst du deine Kernzahl und den nächsten Schritt in den ersten fünf. Bau die Präsentation so, dass sie an jeder Stelle abgebrochen werden kann und die Botschaft trotzdem gesetzt ist.

Drei Termine, drei Präsentationen

Das Erstgespräch. Hier verkaufst du noch nichts außer dem zweiten Termin. Die Präsentation ist kurz, maximal 10 Minuten, und besteht vor allem aus Fragen: Wo steht der Kunde, was kostet ihn das Problem, wer entscheidet? Vertriebsmitarbeiter, die im Erstgespräch 40 Folien zeigen, überfordern den Kunden und erfahren nichts. Zwei, drei Folien mit einer Fallstudie reichen als Gesprächsanlass.

Der Demo-Termin. Jetzt trägt das Produkt die Show, das Skript liefert den Rahmen. Zeig keine Funktionen der Reihe nach, zeig den Arbeitstag des Kunden mit deiner Lösung: „Das ist der Moment, in dem Ihre Disponentin heute drei Systeme öffnet — hier ist derselbe Moment bei uns.” Jede gezeigte Funktion braucht einen Rückbezug auf ein Problem aus dem Erstgespräch, alles andere fliegt raus.

Der Ausschreibungs-Pitch. Drei Anbieter, je 45 Minuten, ein Gremium mit Bewertungsbogen. Hier gewinnt selten das beste Produkt, oft die klarste Präsentation. Beantworte die Kriterien der Ausschreibung sichtbar und in ihrer Reihenfolge, benenne offen, wo der Wettbewerber stärker ist, und setz deine Kernzahl an Anfang und Ende. Das Gremium vergleicht abends drei Eindrücke — deiner braucht einen Satz, der hängen bleibt. Für den förmlichen Rahmen solcher Termine lohnt ein Blick auf die Geschäftsrede, die ähnliche Regeln hat.

Worauf es beim Formulieren ankommt

Eine Kernzahl, dreimal gesetzt. „Spart im Schnitt 14 Stunden pro Woche im Innendienst” bleibt bis zur Budgetrunde hängen, eine Featureliste vergisst der Kunde beim Rausgehen. Wähl die eine Kennzahl, die für diesen Kunden zählt, und wiederhole sie am Anfang, in der Mitte und im Schlusssatz. Wie du diese Kernbotschaft findest, zeigt der Ratgeber Kernbotschaft für Business-Reden.

Nimm die Einwände vorweg. Du kennst sie aus jedem Verkaufsgespräch: zu teuer, Integration zu aufwendig, „wir haben schon einen Anbieter”. Behandle die zwei stärksten offen in der Präsentation, bevor sie jemand ausspricht. Das nimmt der Einkäuferin die Munition und zeigt der Geschäftsführerin, dass du den Markt kennst.

Storytelling mit echten Kundinnen und Kunden. Ein Fall, erzählt in drei Sätzen — Ausgangslage, Wendepunkt, Ergebnis — wirkt stärker als jede Marktstudie. Namen und Zahlen machen die Geschichte prüfbar, und prüfbar heißt glaubwürdig.

Folien: visuell, wenig Text. Eine Aussage pro Folie, eine Zahl, ein Bild. Optisch ansprechend heißt vor allem leer genug, dass dein Satz dazu wirkt. Vorlagen für Verkaufspräsentationen aus PowerPoint oder von Microsoft lösen das Layout, aber nicht die Story — die Erstellung der Argumentation bleibt deine Arbeit, und genau die entscheidet.

Bezieh den Raum ein. Stell zwischendurch Fragen, greif Antworten aus dem Erstgespräch auf, sprich Personen mit Namen an. Verkaufsgespräche kippen in dem Moment, in dem der Kunde vom Teilnehmer zum Publikum wird.

Vorlagen und Tools: was sie können und was nicht

PowerPoint, Canva und Co. liefern anpassbare Vorlagen, mit denen sich in einer Stunde optisch ansprechende Decks bauen lassen; Copilot in PowerPoint formuliert inzwischen sogar Folientitel mit. Nimm diese Hilfe für Layout und Tempo — und misstrau ihr bei der Auswahl der Inhalte. Vorlagen kennen deinen Kunden nicht, sein Problem nicht und die Einwände der Einkäuferin nicht. Der Ablauf, der in fast allen Vorlagen für Verkaufspräsentationen steckt (Wir, unser Produkt, unsere Referenzen, Preis), ist genau die Reihenfolge, die oben als Fehler beschrieben ist. Schreib erst das Skript, dann füll die Vorlage.

Nach dem Termin: das Follow-up

Verkauft wird selten im Raum, oft in den 48 Stunden danach. Schick am Folgetag eine kurze Mail mit drei Dingen: der Kernzahl aus der Präsentation, den vereinbarten nächsten Schritten mit Datum und der Antwort auf die eine Frage, die offen geblieben ist. Diese Mail liest auch der Entscheider, der nicht im Termin saß — schreib sie so, dass sie allein überzeugt. Und trag den Folgetermin ein, bevor der Kunde es tun müsste.

Die häufigsten Fehler

Der Firmenfolien-Einstieg. Logo, gegründet 1987, Standorte auf der Landkarte. In diesen zwei Minuten entscheidet der Kunde, dass es heute langweilig wird — und die Geschäftsführerin ist vielleicht nach zehn Minuten raus.

Produkt statt Nutzen. Zwanzig Minuten Funktionen sind effektiv eine Schulung, kein Verkauf. Jede Funktion braucht die Übersetzung: Was hat der Mensch am Tisch morgen davon?

Alle Entscheider gleich behandeln. Mehrere Entscheider heißt mehrere Präsentationen in einer. Wer nur die IT überzeugt, verliert im Budgetgespräch, das ohne ihn stattfindet — kläre vorher, wer wirklich entscheidet, und gib dieser Person die stärkste Passage.

Textwände auf den Folien. Wenn die Runde liest, hört sie nicht zu. Visuelle Elemente sollen deinen Satz verstärken, kein zweites Dokument aufmachen.

Die Fragerunde dem Zufall überlassen. Die drei häufigsten Einwände deiner Branche kennst du — schreib die Antworten vor dem Termin auf. Eine ruhige, belegte Antwort auf „Was macht ihr besser als der Anbieter X?” ist oft der überzeugendste Moment der ganzen Verkaufspräsentation.

Kein Abschluss. Präsentationen ohne konkreten nächsten Schritt enden in „Wir melden uns”. Das passiert erfahrungsgemäß nicht — der Wettbewerber mit dem Pilotangebot und dem Datum meldet sich zuerst.

Wie eine ausformulierte Eröffnung und ein kompletter Abschluss- und Einwandteil klingen, zeigen unsere Verkaufspräsentation-Beispiele — Satz für Satz, mit Kommentar.

So entsteht deine Präsentation mit eloqole

Du beschreibst Produkt, Kunde, die Rollen im Raum und die Einwände, die du erwartest. eloqole baut daraus ein überzeugendes Sprechskript mit Problemeinstieg, Kernzahl, Einwandbehandlung und konkretem Abschluss, geschrieben auf deine Redezeit. Für Erstgespräch und Demo-Termin bekommst du getrennte Fassungen. Du passt Fachbegriffe und Zahlen an, verfeinerst den Ton, probst mit dem Teleprompter und gehst mit einem klaren Ablauf in den Termin.

1

Erzählen

Stichworte, Namen, Momente — eloqole fragt gezielt nach, ungeordnet genügt.

2

Formen

Ton und Sprechzeit wählen. Die Gliederung stellst du um, bis sie passt.

3

Auftreten

Die fertige Rede lesen, verfeinern und im Teleprompter üben, bis sie sitzt.

Häufige Fragen

+Was ist eine Verkaufspräsentation?

Eine Präsentation, die potenzielle Kunden von deinem Produkt oder deiner Dienstleistung überzeugen soll — meist 15 bis 30 Minuten, meist mit Folien, immer mit einem konkreten nächsten Schritt als Ziel. Der Unterschied zum Sales Pitch ist die Tiefe: Der Pitch öffnet die Tür, die Verkaufspräsentation führt durch den Raum.

+Wie baue ich eine Verkaufspräsentation auf?

Problem des Kunden, deine Lösung, Beleg, Preis-Nutzen-Rechnung, nächster Schritt — in dieser Reihenfolge. Die eigene Firmengeschichte kommt, wenn überhaupt, ganz ans Ende. eloqole baut den Text nach diesem Muster und füllt ihn mit deinen Inhalten.

+Wie lang sollte die Präsentation sein?

Kürzer als dein Slot. Bei 30 Minuten Termin präsentierst du 15 und lässt 15 für Fragen, denn im Gespräch wird verkauft. eloqole schreibt dein Skript auf die Redezeit, die du festlegst.

+Was besagt die 10/20/30-Regel?

Guy Kawasakis Faustregel für Präsentationen: höchstens 10 Folien, maximal 20 Minuten, mindestens 30 Punkt Schriftgröße. Für Verkaufspräsentationen taugt sie als Test — wer mehr Folien braucht, erklärt meist das Produkt statt den Nutzen.

+Was macht eine gute Verkaufspräsentation aus?

Sie handelt vom Kunden statt vom Anbieter. Konkret: Sie startet bei seinem Problem, belegt den Nutzen mit einer nachrechenbaren Zahl, nimmt die zwei stärksten Einwände vorweg und endet mit einem Vorschlag, zu dem man leicht Ja sagt.

+Wie gehe ich mit der Preisfrage um?

Sie kommt sicher, also bereite die Antwort vor, statt zu hoffen. Stell dem Preis eine Rechnung gegenüber, die der Kunde nachvollziehen kann, etwa eingesparte Stunden pro Woche mal Stundensatz. eloqole hilft dir, diese Passage vorab zu formulieren.

+Was mache ich, wenn mehrere Entscheider mit unterschiedlichen Interessen im Raum sitzen?

Gib jedem einen Satz, der für ihn gebaut ist. Die Geschäftsführung hört Zahlen, die IT hört Integrationsaufwand, der Anwender hört Bedienbarkeit. eloqole fragt die Rollen im Raum ab und verteilt die Argumente entsprechend.

+Schreibt eloqole auch die Folientexte?

eloqole schreibt dein Sprechskript — das, was du sagst, mit Übergängen und Betonung. Daraus leitest du die Folien ab. Die Reihenfolge funktioniert besser als andersherum, weil das Skript die Story vorgibt.

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